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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Unterhaltskosten und CO2-Emission von EDV-Geräten: PC versus Notebook (BWGZ 19/2008)



Jutta Berkemer-Ziegler
01.12.2008, 17:15
Steigende Energiepreise und ein wachsendes Bewußtsein um die Notwendigkeit, mit den Ressourcen wie Energie umzugehen, verändern auch die Betrachtungsweise von EDVGeräten. Standen bislang Rechnergeschwindigkeiten im Fokus, so wendet man sich nun der Frage der Leistungsaufnahme von EDV-Systemen über deren Lebensdauer zu.

Von Roland Ruisz
Der Autor ist Mitarbeiter der Firma Neurosyn, Leinfelden-Echterdingen.


Das Motto der diesjährigen CeBIT stand ganz im Zeichen der sogenannten „Green IT“. Hinter diesem Schlagwort verbirgt sich neben schonenderer Produktion von Neugeräten und umweltgerechterer Entsorgung von Altgeräten auch die Frage, wie sich über die Laufzeit der Rechner Energie einsparen lässt. Hierzu ist es zunächst einmal wichtig herauszufinden, welche Verbrauche die heute üblichen Systeme haben und welche Kosten sie verursachen. Man geht derzeit davon aus, dass der Kohlendioxid-Ausstoß der weltweit eingesetzten Informationstechnik ebenso hoch ist die der des internationalen Luftverkehrs.

Mit der richtigen Auswahl und Einstellung ihrer EDV-Ausstattung leisten öffentliche Einrichtungen wie Kommunalbehörden, Schulen, Finanzämter, Polizeidienststellen einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der EU-Politik in den Bereichen Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit und Klimaschutz.
Hierzu hat die EU seit 2002 die von der amerikanischen Umweltbehörde EPA (Enviromental Protection Agency) ins Leben gerufene Produktkennzeichnung „Energy Star“ als Verordnung in Europa eingeführt. Diese Verordnung wird ständig fortgeschrieben, um den technischen Fortschritt und neu entwickelte Geräte berücksichtigen zu können.

Energiesparen als Aufgabe in der öffentlichen Verwaltung Öffentliche Verwaltungen sind angehalten, mit den ihnen anvertrauten öffentlichen
Geldern sorgfältig und verantwortungsbewusst umzugehen. Dies betrifft die Auswahl, den Einkauf, die Einrichtung und den Unterhalt der für die tägliche Arbeit unverzichtbar gewordenen EDV-Systeme. Auswahl der Geräte
Schon vor dem Kauf der Geräte sollte man sich im Klaren sein, wozu ein Gerät benötigt wird. Allgemein kann man sagen, dass der Einsatz von Notebooks dem Einsatz von PCs vorzuziehen sind. Und dies aus folgenden Gründen:
• Da sie leichter sind, werden für ihre Herstellung weniger Rohstoffe
benötigt.
• Sie sind wegen der Anforderung, auch mobil mit Akku betrieben werden
zu müssen, auf Energieeffizienz ausgerichtet.
• Sie sparen Platz im Büro.
• Sie sind wegen ihres eingebauten Akkus umempfindlicher gegenüber
Stromschwankungen oder Stromausfällen; eine USV (unterbrecherfreie
Stromversorgung, die ja ihrerseits wieder Strom verbraucht, ist nicht nötig).
• Ein exterern Bildschirm ist nicht nötig, da die Notebooks mit LCD-Bildschirmen ausgestattet sind.

Insgesamt kann man davon ausgehen, bis zu 80 Prozent der Stromkosten durch die Umstellung von PC-Systemen auf Notebooks erreichen zu können. Das kann die höheren Anschaffungskosten der Notebooks schnell aufwiegen, wie die Kostenaufstellung unten links zeigt:
Auswirkungen auf CO2-Emissionen

Alleine durch dieses obige Beispiel lassen sich immense Einsparungen beim CO2-Ausstoß erreichen (unten rechts). Neben diesem positiven Beitrag für die Umwelt kann die öffentliche Verwaltung Maßnahmen in diesem Bereich positiv in der Berichterstattung plazieren und eine Sensibilisierung sowie Nachahmereffekte bei den Bürgern erreichen.

P.S.
Der Artikel wurde auf einem „Energy Star“-zertifizierten Notebook erstellt.
Hierzu wurden zirka 28 Wh Energie verbraucht und eine CO2-Emission von etwa 15 g erzeugt.

Weitere Informationen hierzu unter http://www.eu-energystar.org/de/

Az. 048.7; 106.20