PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : USB-Sticks können mehr als nur Daten transportieren (BWGZ 14/2007)



Jutta Berkemer-Ziegler
29.08.2007, 12:44
USB-Sticks können mehr als nur Daten transportieren

Die kleinen USB-Sticks sind beliebte praktische Helfer zum Transport von Dateien. Während bei neueren PCs eine Diskette oft zu dem Problem führt, dass kein Diskettenlaufwerk mehr vorhanden ist, hat man mit einem USB-Stick beinahe nie Schwierigkeiten. So können auch große Dateien problemlos kostengünstig mitgenommen werden. Zum Vergleich: auf eine 3,5-Zoll-Diskette passen 1,44 Megabyte, ein relativ kleiner Stick mit 1 Gigabyte bietet also auf der Größe eines Daumens das Datenvolumen von rund 700 Disketten.

Als mobiles betriebssystemunabhängiges Speichermedium eignet sich ein USB-Stick zum Transport von Dateien in jedem beliebigen Format. Eine PowerPoint-Präsentation im Gemeinderat kann so beispielsweise am Arbeitsplatzrechner vorbereitet, auf den USB-Stick gespeichert und am Notebook mit Beameranschluss im Sitzungssaal wiedergegeben werden. Dabei ist lediglich darauf zu achten, dass am Quell- und Zielrechner dieselbe Programmversion von PowerPoint im Einsatz ist. Alternativ kann auch die Präsentation im programmunabhängigen Format mit der „Pack&Go“-Funktion von PowerPoint gespeichert werden.

Bilder-Diashow und vieles mehr
Unter Windows XP startet automatisch ein Fenster, das die Präsentation von Bildern ermöglicht. Sind also im Hauptverzeichnis des USB-Sticks Fotos oder Graphiken, kann über diese AutoPlay-Funktion eine Diashow gestartet werden. Dies kann PCunabhängig beeinflusst werden, indem nach dem Speichern auf den Stick folgendes gemacht wird: Mausklick auf „Start“ – „Arbeitsplatz“, mit rechter Maustaste das Kontextmenü aufrufen – „Eigenschaften“, Registerkarte „AutoPlay“ – „Bilder“ – „Durchzuführende Aktion auswählen“ – „Diashow der Bilder anzeigen“ – „OK“. Das gilt auch für Video- und Musikdateien. Wichtig ist dabei, dass keine anderen Dateien im gleichen Verzeichnis liegen, da die Funktion AutoPlay sonst nicht sauber
läuft.

Die Möglichkeiten des USB-Sticks haben zwischenzeitlich viele Programmhersteller erkannt. So gibt es eine immer größer werdende Zahl von Programmen, die direkt vom Stick ohne Installation und dem damit meist verbundenen Windows-Registry-Eintrag funktionieren. So kann ein Stück „eigenes Büro“ auf dem Stick mitgenommen werden.

Sicherheit
Sobald sensible Dateien auf dem USB-Stick sind, wird das Thema Datensicherheit wichtig. Es gibt Sticks, die eine eigene Software mitbringen, die das Teilen des Sticks in einen passwortgeschützten und einen freien Teil zulassen. Sollte der Stick über diese Funktion nicht verfügen, kann dies mit einem entsprechenden Tool erreicht werden. Hierfür gibt es Freeware-Produkte wie beispielsweise SafeGuard Private-Crypto von Utimaco oder True Crypt von TrueCrypt Foundation. Dateien, die im passwortgeschützten Bereich gespeichert wurden, sind dann ohne dieses Passwort nicht lesbar.

Datensynchronisation
Sobald eine Datei auf unterschiedlichen Medien gespeichert ist, z.B. der Arbeitsplatzrechner und ein USB-Stick, stellt sich die Frage, wo sich die aktuelle Version befindet. Sobald der Stick nicht nur für Präsentationen verwendet wird, sondern auch für als Transportmedium für zu bearbeitende Dateien, ist diese Frage sehr entscheidend. Arbeitet man in der falschen
Version weiter, entsteht ein Datenverlust. Hier bietet Windows XP mit dem Windows-Aktenkoffer eine Synchronisationsmöglichkeit. Ein Abgleich zwischen Quelle und Ziel erfolgt und die neueste Datei wird auf das andere Medium geschrieben.

USB
Die Abkürzung USB steht für Universal Serial Bus und ermöglicht den Anschluss von einer Vielzahl von Geräten an derselben – universellen – Schnittstelle. So kann dieselbe Schnittstelle von einer Maus, einem Drucker, einer externen Festplatte, einem USB-Stick, einem MP3-Player, einem externen DVD-Brenner usw. benutzt werden.
Diese Erleichterung birgt aber auch ein Sicherheitsrisiko - es können sehr leicht unerlaubt von einem nicht passwortgeschützten PC in einem unbeaufsichtigten Moment Daten herunterkopiert werden. Durch die leichte Anschlussmöglichkeit kann unabsichtlich ein Virus über einen USB-Stick in das EDV-Netz eingebracht werden. Hier ist die Administration vor Ort gefragt, die USB-Ports können auch passwortgeschützt gesperrt werden.

Jutta Berkemer-Ziegler