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Allgemeines:

Die Donauschwäbische Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg wurde am 28. November 1988 vom Land Baden-Württemberg gegründet. Die satzungsgemäße Aufgabe der Stiftung ist, im Rahmen des zusammenwachsenden Europa die Pflege der deutschen Kultur in Ungarn und seit 1. Januar 1995 in Rumänien sowie im ehemaligen Jugoslawien zu fördern und zu unterstützen. Das Land Baden-Württemberg hatte nach dem 2. Weltkrieg die Patenschaft über die Donauschwaben und ihre kulturellen Werte übernommen.

Das Stiftungskapital beträgt 2.283.245,64 Euro (Stand: 31.12.2006). Das Stiftungsvermögen wird vom Land jährlich um 25.600, Euro erhöht.. Die Zinserträge des angelegten Stiftungskapitals werden als Eigenmittel zur Förderung von Projekten eingesetzt.

Die Schwerpunkte der Förderung durch die Donauschwäbische Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg (Eigenmittel, Mittel des Landes Baden-Württemberg, der Bundesrepublik Deutschland - Auswärtiges Amt und Bundesministerium des Innern -, Spenden) erfolgt hauptsächlich in den folgenden Projektgruppen:

  • Förderung überörtlicher, wichtiger Kulturveranstaltungen,
  • Reisen von Schul- und Kulturgruppen zu ihren Partnern nach Baden-Württemberg bzw. Reisen baden-württembergischer Schul- und Kulturgruppen zu ihren Partnern in den genannten Gebieten,
  • Förderung neugegründeter Kulturvereine bzw. allgemeine Förderung von Kulturvereinen,
  • Lehrerfortbildungs- und Sprachförderungsmaßnahmen,
  • Förderung der Medien bzw. Journalistenaustausch,
  • wissenschaftliche Projekte,
  • künstlerische Projekte,
  • allgemeine Jugendförderung (Austausch Ferienlager, Begegnungen, Austausch zwischen jugendlichen Behinderten, Jugendmusikarbeit usw.),
  • Qualifikations- und Fortbildungsmaßnahmen für Fachleute, Konferenzen und Symposien,
  • Förderung von deutschsprachigen Laientheatergruppen, theaterpädagogische Maßnahmen,
  • gemeinschaftsfördernde Maßnahmen

Ein Grundsatz der Tätigkeit der Donauschwäbischen Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg ist, möglichst viele Mittel in den Zielgebieten, d. h. in Ungarn, Rumänien und im ehemaligen Jugoslawien, einzusetzen. Die eingesetzten Mittel stehen nach Möglichkeit allen in einer örtlichen Gemeinschaft lebenden Bürgerinnen und Bürgern über die "Brücke" der jeweiligen deutschen Volksgruppen zur Verfügung, ohne die deutsche Sprache, Kultur und Tradition aus dem Auge zu verlieren. Die verschiedenen Nuancen in der Entwicklung der deutschen Kultur und Tradition in den jeweiligen Fördergebieten werden von der Donauschwäbischen Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg in ihrer Förderpolitik selbstverständlich den örtlichen Gegebenheiten entsprechend berücksichtigt. Die Einbeziehung der jeweiligen Staatsnation in die Pflege der deutschen Sprache, Tradition und Kultur wird als wünschenswert und notwendig gesehen.

Die Jugendförderung allgemein, der Schüler- und Jugendaustausch bzw. die Förderung von Jugendbegegnungen ist besonderes Ziel der Stiftung. Mehr als 75 Prozent der eingesetzten Eigenmittel kamen bisher dem Jugendbereich und der Förderung der deutschen Sprache zugute. Ein Anliegen der Stiftung ist auch die Teilnahme behinderter Jugendlicher an diesen Austauschprogrammen. Gleichzeitig werden gezielt insbesondere im Jugendbereich grenzüberschreitende Maßnahmen zwischen den Förderempfängern in Ungarn, Rumänien und im ehemaligen Jugoslawien angeregt und gefördert. Sie sollen dem besseren Kennenlernen dienen, Vertrauen schaffen, Vorurteile abbauen, einen Beitrag zur Völkerverständigung in der Region leisten und damit einem besonders wichtigen Anliegen der Stiftung dienen.

Die satzungsgemäße Aufgabe der Stiftung ist, die deutsche Kultur und das Gemeinschaftswesen der Deutschen in Ungarn, Rumänien und im ehemaligen Jugoslawien zu unterstützen, sie in die Vielfalt der jeweiligen kulturellen Landschaft zu integrieren und nicht sie auszusondern. Die Hilfsbereitschaft deutscher Stellen muss als Hilfe zur Selbsthilfe verstanden werden, die auch in Zeiten eingeschränkter Mittel als notwendig angesehen wird. Ziel ist die Gestaltung einer gemeinsamen, harmonischen Zukunft in den Heimatländern und in Europa.

Stuttgart, im Juli 2007


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